Schweirerischer Bobsleigh-, Schlitten- und Skeleton-Sportverband
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Skeleton: EM/Weltcup-Finale in Igls, Frauen -- Text



Pedersen bei Weltcup-Dernière Zwölfte

EM-Titel an Huber, Gesamtweltcup an Hollingsworth

von Marco Ackermann (Si), Igls

(Si) Skeleton-Olympiasiegerin Maya Pedersen hat im letzten Weltcup-Rennen ihrer Karriere keine Top-Platzierung erreicht. Die in Norwegen wohnhafte Bernerin wurde in Igls (Ö) Zwölfte. In der Europameisterschafts-Wertung ergab dies den achten Rang.

Wie so oft in dieser Saison verpasste es Pedersen, zwei perfekte Läufe ins Ziel zu bringen. Im ersten Durchgang beging sie im oberen Streckenteil einen zeitraubenden Fehler, in der Entscheidung erwischte sie die untere Hälfte nicht nach Wunsch. In der Endabrechnung büsste sie auf die deutsche Gewinnerin Anja Huber (3. EM-Titel) mehr als eineinhalb Sekunden ein. Schlechter war Pedersen in der eben abgeschlossenen Weltcup-Kampagne nur in Lake Placid klassiert gewesen (16.). Allerdings muss das jüngste Ergebnis relativiert werden. Igls zählt seit jeher nicht zu Pedersens Lieblingsbahnen. Mit mittelmässigen Startzeiten, wie sie die 37-Jährige momentan vorweist, kann man im Tiroler Eiskanal kaum um den Sieg kämpfen.

Optimismus im Hinblick auf Olympia

Obwohl Pedersen in diesem Weltcup-Winter nie über Position 5 hinausgekommen ist, glaubt sie, dass an den Olympischen Spielen von Vancouver das Podest in Reichweite liegen wird. Die Bahn in Whistler komme ihren Fähigkeiten entgegen. Die Anlaufspur wird vergleichsweise kurz sein und unterwegs warten auf die Athletinnen bei hohem Tempo einige Tücken. Ein Pluspunkt für Pedersen ist die Routine.

"Es wäre sicher einfacher gewesen, wenn ich in Whistler als Favoritin gegolten hätte. Trotzdem bleibe ich optimistisch", sagte Pedersen in Igls. Sie wird nun eine Woche pausieren, in der Schweiz Verwandte und Freunde besuchen, dann in St. Moritz den letzten Schliff für Olympia holen, Material testen und am 8. Februar die Reise nach Nordamerika antreten. Dem Favoritenkreis in Whistler rechnet sie alle Deutschen, die Britin Shelley Rudman und die neue Gesamtweltcup-Siegerin Mellisa Hollingsworth zu. Rudman und die Kanadierin Hollingsworth, die in knapp einem Monat Heimvorteil geniessen wird, hatten an den Winterspielen von Turin hinter Pedersen die weiteren Podestplätze belegt.

Nach Olympia wird Pedersen wie angekündigt zurücktreten. Auch ihr Trainer und Ehemann Snorre verabschiedet sich aus dem Skeletonsport. Sie wollen sich künftig mehr dem Familienleben widmen. Die Pedersens haben zwei kleine Töchter. Der Wohnsitz bleibt wohl vorläufig Norwegen. Snorre wird sein Engagement für einen Bike-Park in Hafjell verstärken.


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