Bob: Weltcup Lake Placid -- Text (WoEndZus)
Nur zwei US-Boblets schneller als Ivo Rüegg
Mit dem Viererbob auf Platz 4
(Si) Beim Zweierbob-Weltcup in Lake Placid (USA) schaffte es Ivo Rüegg als Dritter erneut aufs Podest. Den schweren Schlitten lenkte der Schwyzer Steuermann auf den 4. Platz.
Nach halbem Pensum lag die Schweizer Viererbob-Mannschaft noch im 3. Zwischenrang, mit der nur neuntbesten Zeit in der Reprise fiel Rüegg mit seinen Anschiebern Roman Handschin, Cédric Grand und Patrick Blöchliger aber noch vom Podest. 25 Hundertstelsekunden fehlten schliesslich zum dritten Platz. Im Vergleich zum ersten Saisonrennen mit dem Viererbob steigerte sich Rüegg jedoch erheblich, war er eine Woche zuvor in Park City (USA) doch nur Zehnter geworden.
Beide Wettkämpfe in Lake Placid endeten mit amerikanischen Doppel-Erfolgen. Mit dem Zweierbob gewann erstmals der 23-jährige John Napier vor Steven Holcomb, mit dem schweren Schlitten setzte sich Weltmeister Holcomb vor Napier und dem erneut überraschend starken Tiroler Wolfgang Stampfer durch.
Auch im Zweierbob-Rennen büsste Rüegg, der im Februar in Lake Placid Weltmeister geworden war, im zweiten Durchgang einen Rang ein und erreichte dasselbe Ergebnis wie beim Weltcup-Auftakt. "Es war sicher ein gutes Rennen, aber um zu siegen, muss alles stimmen. Im zweiten Lauf gab es jedoch Fehler", sagte Rüegg. Im Hinblick auf die Olympischen Spiele sei er nach dem besten Saisonstart seiner Karriere zuversichtlich. Dank den starken Leistungen in Nordamerika qualifizierte sich der 38-Jährige als erster Schweizer Bobfahrer für Olympia. Gefordert waren von Swiss Olympic zwei Klassierungen unter den ersten sechs.
Holcomb übernahm mit zwei Punkten Vorsprung auf Rüegg die Führung im Weltcup-Zwischenklassement mit dem Zweierbob. Beat Hefti, der Sieger von Park City, startete wegen eines Rippenbruchs nicht auf der gefährlichen Bahn im Bundesstaat New York.
Die zweite Schweizer Mannschaft mit Daniel Schmid an den Steuerseilen landete mit fast zwei Sekunden Rückstand nur im enttäuschenden 17. Rang. Der Aargauer war im Training gestürzt. Schmid sollte im Weltcup zwei Top-Ten-Klassierungen schaffen, um bei Olympia allenfalls als dritter Schweizer Steuermann zum Einsatz zu kommen. Zum Viererbob-Rennen trat Schmid aus Kostengründen wie schon in Park City nicht an. COPYRIGHT by Sportinformation, Zürich ALL RIGHTS RESERVED WORLDWIDE - FOR PERSONAL USE ONLY
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