Schweirerischer Bobsleigh-, Schlitten- und Skeleton-Sportverband
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Bob: Zweierbob-Weltcup Cesana, Männer -- Text



Doppel-Erfolg für Schweizer Zweierbobs

Hefti weiter ungeschlagen -- Rüegg Weltcup-Leader

(Si) Auch in Cesana (It) warteten die Schweizer Zweierbob-Teams mit hervorragenden Leistungen auf. Beat Hefti gewann das Weltcup-Rennen 22 Hundertstelsekunden vor Landsmann Ivo Rüegg.

Weltmeister Rüegg übernahm die Führung im Weltcup-Zwischenklassement. Der bisherige Leader Steven Holcomb fuhr auf den dritten Platz. Der Amerikaner büsste schon eine halbe Sekunde auf Hefti ein. Hefti und Rüegg waren im dritten Saisonrennen mit dem Zweierbob hoch überlegen. Hinter Holcomb klassierten sich zehn Mannschaften innerhalb von nur 0,39 Sekunden.

Nach halbem Pensum des Rennens hatte Rüegg noch mit einer Hundertstel Vorsprung auf Hefti geführt. In der Reprise stellte Hefti aber die Bestzeit auf, derweil Rüegg mit Hintermann Cédric Grand im zweiten Durchgang nur Fünftschnellster war.

Der 31-jährige Appenzeller Hefti holte seinen insgesamt dritten Weltcup-Sieg als Steuermann. Er ist in diesem Winter mit dem Zweierbob noch ungeschlagen, obwohl er Anfang November während den Trainingswochen auf der Olympia-Bahn in Whistler (Ka) stürzte und einen Rippenbruch erlitt. Hefti hatte schon das erste Rennen der Olympia-Saison in Park City (USA) für sich entschieden.

Wegen der Verletzung liess Hefti die darauffolgenden Wettkämpfe auf der ruppigen Bahn in Lake Placid (USA) aus. Er fuhr stattdessen im Europacup, um in der Weltrangliste nicht zu viel Boden zu verlieren. Hefti ist nach seinem vierten Saisonsieg wie Rüegg für die Olympischen Spiele qualifiziert. Rüegg hatte die beiden ersten Rennen jeweils als Dritter beendet.

Ähnlich gut wie am Samstag im Piemont schnitten Schweizer Zweierbob-Teams im Weltcup letztmals im Februar 2001 in Park City ab, als Reto Götschi, Christian Reich und Martin Annen (mit Anschieber Hefti) alle drei Plätze auf dem Podium beanspruchten. Sein Scherflein zum Triumph Heftis trug auch dessen Oberaargauer Hintermann Thomas Lamparter bei. In beiden Durchgängen stellten die Schweizer einen Startrekord auf.

Daniel Schmid schaffte es mit Hintermann Florian Willisegger erneut nicht, unter die ersten zehn zu fahren. Das Aargauer Team landete nur im 15. Rang. Zwar sorgen Rüegg und Hefti sehr wahrscheinlich dafür, dass die Schweiz am Stichdatum unter den drei besten Verbänden mit dem Zweierbob ist und so drei Schlitten an den Olympischen Spielen startberechtigt wären. Aber Schmid muss noch zweimal in die Top 10 fahren, um die Selektionskriterien von Swiss Olympic zu erfüllen.

Auf dem zehnten Platz klassierte sich beim Comeback der Deutsche Andre Lange. Er hatte wegen einer Adduktorenverletztung die Rennen in Lake Placid ebenfalls auslassen müssen. Im zweiten Durchgang stellte Lange die zweitbeste Zeit auf, in der verbandsinternen Rangliste reichte es ihm aber nur zum dritten Rang. Lange war 2006 in Cesana Doppel-Olympiasieger geworden.

**** folgt WoEndZus mit Viererbob am Sonntag ****


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